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© Sabine Schäfer |
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Berichte |
Pinkys Erkrankungen 2004 In 2003 hatte Pinky eine schwere OP zu überstehen. Ihr wurde ein
Lipom entfernt. Näheres hierüber könnt Ihr hier lesen:
Pinkys Lipom Pinky ging es danach wieder
richtig gut, aber fast ein Jahr nach der OP von Pinky musste ich erneut
eine gelbes "Etwas" bei Pinky entdecken im Bereich der Beine.
Pinky kam also in Einzelhaft und wir verabreichten ihr nur das rationierte Futter. Pinky nahm sehr schnell ab, zu schnell, wie ich fand. Aus diesem Grund haben wir sie nach ca. 1,5 Wochen wieder zu den anderen gelassen. Sie wog zu der Zeit noch 42 Gramm. Die Fettansammlung sah kleiner aus und Pinky verhielt sich ganz normal. Ende Juni bemerkte ich, dass ihre Wachshaut bläulich wurde. Das ist normalerweise nicht so ungewöhnlich, aber da bei ihr die Wachshaut immer braun war, wurde ich etwas misstrauisch. Anfang Juli merkten wir dann, dass mir ihr etwas nicht stimmt und wir holten sie aus der Voliere. Sie wog noch 38 Gramm. Am 05.07.2004 wurde Pinky dann vom Tierarzt untersucht. Da sie in einem sehr schlechten Zustand war und der Kot auf einen bakteriellen Infekt hinwies, hat der Tierarzt ihr ein Breitband-Antibiotika verabreicht. Vorher wurde ein Kloakenabstrich gemacht. Der Kot aus dem Transportkäfig wurde ebenfalls gesammelt, um diesen auf Megabakterien zu untersuchen. Da Pinky so stark Gewicht verloren hat, vermutete der Tierarzt Megabakterien und wir begannen noch am gleichen Abend mit der Behandlung mit Ampho-Moronal. Zwei Tage später lagen die Laborergebnisse vor: Megabakterien konnten nicht nachgewiesen werden. Im Kot wurden aber Staphylokokken nachgewiesen. Das verabreichte Antibiotika war leider für diese Staphylokokken nicht das richtige. Wir haben daher ein anderes Antibiotika verschrieben bekommen, welches wir Pinky nun zweimal täglich oral 8 Tage lang geben. Seit dem Tag, an dem Pinky 38 Gramm wog, hat sie jeden Tag ein Gramm abgenommen. Am Donnerstag (08.07.04) hatte sie nur noch 34 Gramm, ihr Zustand war schlechter denn je, sie hatte viel Schleim in sich und fraß kaum. Ich fütterte mit Babybrei und Aufzuchtfutter zu, aber sie wurde schwächer und schwächer ... Wir fuhren also erneut mit ihr zum Tierarzt. Der Schleim aus dem Kropf wurde abgesaugt und untersucht. Pinky hat hochgradig Trichomonaden. Sie bekam dann ein Medikament direkt in den Kropf und noch eine Futterspritze. Nun müssen alle Wellis gegen Trichomonaden behandelt werden. Die Behandlung erfolgt mit dem Medikament Chevi-Col, welches über das Trinkwasser verabreicht wird. Pinky erhält also weiterhin das Antibiotika und zusätzlich Chevi-Col über das Trinkwasser. Das Ampho-Moronal sollen wir nicht mehr weitergeben. Der Tierarzt machte uns aber keine große Hoffnungen, denn Pinky war schon sehr schwach. Am Abend nach dem Tierarztbesuch fraß sie schon wieder ein paar Körnchen und auch die Nacht danach hat sie überstanden. 09.07.04: Pinky macht einen insgesamt etwas wacheren Eindruck und bei der Medikamentengabe heute morgen hat sie mich sogar mal wieder gebissen. Sie frisst immer wieder mal Körner und Hirse, hinterher würgt sie aber ein bisschen, ohne dass Körner fliegen. Heute Abend wog sie - zu unserer großen Freude - 36 Gramm. Jede Minute, wo wir zu Hause sind, bekommt sie Rotlicht, was ihr gut gefällt. Heute sitzt sie nicht mehr so breitbeinig, wie in den letzten Tagen, sie putzt sich wieder und ist auch nicht mehr so geplustert. Wir haben also Hoffnung, dass sie diese Krankheit übersteht ... 11.07.04: Pinkys Gewicht pendelt zwischen 36 und 37 Gramm. Ihr scheint es etwas besser zu gehen, denn sie reagiert wieder auf ihre Umwelt. Sie sitzt nicht mehr so oft geplustet auf der Stange. Gestern hatten wir sie mal kurz ins Wohnzimmer gestellt, wo ja die anderen sitzen, da ist sie ziemlich rumgetobt im Käfig. Der Kot sieht auch nicht mehr so schrecklich aus wie vor ein paar Tagen. 27.07.04: Wir kämpfen nach wie vor um Pinkys Leben. Am 15.07.04 haben wir Pinky zu unserem Tierarzt gebracht, da sie wieder massiv abgenommen hatte. Der Tierarzt machte uns nicht viele Hoffnungen. Er stellte Schimmelpilze und Hefepilze fest. Dies weißt darauf hin, dass das Immunsystem von Pinky nicht mehr richtig arbeitet. Durch Zwangsernährung gelang es dem Tierarzt, sie wieder auf 36 Gramm zu bringen, was aber immer noch viel zu wenig für sie ist. Am 22.07.04 haben wir sie wieder nach Hause geholt. Sie muss weiterhin mit einem Pilzmittel behandelt werden, zusätzlich gibt es Apfelessig ins Trinkwasser. Wir haben ihr Lorchen in den Käfig gesetzt, damit er sie ein bißchen füttert. Das tat Lorchen auch. Der Tierarzt hat uns empfohlen, sie einschläfern zu lassen, wenn sie wieder abnimmt. Zu Hause verlor Pinky wieder einiges an Gewicht und fing an Körner zu spucken, so dass wir uns überlegt haben, sie am 25.07. einschläfern zu lassen. Nach langem hin und her haben wir uns dagegen entschieden und ihr noch eine Chance gegeben. Am nächsten Tag hat sie dann tatsächlich ein Gramm zugenommen. Sie wog 34 Gramm. Insgesamt hat sie einen etwas besseren Eindruck gemacht. Heute Abend (27.07.) hat sie erneut ein Gramm mehr auf die Waage gebracht. Bei der Medikamentengabe ist sie sogar ausgebüxt und ein Stückchen geflogen. Da Pinky nach wie vor Probleme mit dem Kropf hat (sie würgt ab und zu), bekommt sie viel weiches Futter. Besonders gut scheint ihr gekochter Reis zu schmecken. 04.08.04: Nach vielen Hochs und Tiefs wiegt Pinky inzwischen 38 Gramm und sie ist ganz gut drauf im Moment. Leider bildet sich nun schon wieder so eine Fettansammlung an ihrem Bauch. Morgen steht der nächste TA-Besuch an. Mal sehen, ob wir sie danach zu den anderen lassen können. 10.08.04: Gestern haben wir die Laborergebnisse der letzten Untersuchungen erfahren: Pinky ist pilzfrei. Der Versuch, sie wieder in die Voliere zu lassen, schlug leider fehl, weil sie noch sehr schwach ist und von den anderen teilweise heftig bedrängt wurde. Sie wiegt derzeit wieder 38 Gramm, nachdem sie schon ein zwei Tage auf 39 Gramm war. Nun werden wir sie noch ein paar Tage im Krankenkäfig lassen und hoffen, dass sie wieder zu Kräften kommt. Behandelt wird sie derzeit nicht mehr. Wir geben ihr lediglich Bird-Bene-Bac und Vitamintropfen in den Schnabel. 05.09.04: Seit einiger Zeit ist Pinky wieder bei den anderen in der Voliere. Ihr Zustand ist leider weiterhin kritisch. Ihr Gewicht schwankt zwischen 37 und 39 Gramm. 15.09.04: Obwohl Pinky nach wie vor noch viel zu leicht ist, sind wir ein bißchen optimistischer. Pinky nimmt wieder reger am Volierenleben teil und hat sich wieder mit Lorchen angefreundet. Die beiden kraulen sich sehr oft und Lorchen füttert sie immer wieder. 16.11.04: Pinkys Zustand hat sich wieder verschlechtert. Inzwischen ist sie flugunfähig, da sie viele Federn verloren hat. Sie hält zwar ihr Gewicht seit langer Zeit (37 Gramm), aber wir gehen davon aus, dass wir sie bald erlösen lassen müssen :-( Wir waren gestern mit ihr beim Tierarzt und als letzte Möglichkeit bekommt sie nun ein Medikament, welches den Körper entgiften soll. Hoffentlich kommt sie so wieder etwas zu Kräften ... 23.12.04: Pinky hält sich tapfer ... Ihr Allgemeinzustand ist nicht besonders, aber sie zeigt, dass sie Leben möchte. Nachdem wir sie einige Zeit im separaten Käfig mit ihrem Partner Lorchen hatten, ist sie nun wieder in der großen Voliere. Die Voliere haben wir inzwischen etwas umgebaut, um ihr das Leben in der Voliere etwas leichter zu machen. Damit sie sich nicht verletzt, wenn sie abstürzt, haben wir den Boden gepolstert.
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