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© Sabine Schäfer |
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Berichte |
August 2006 - Spulwurmbefall Am 17.08.06 erreichte mich die Nachricht, dass in dem Bestand, wo Houdina längere Zeit gelebt hat, Spulwürmer festgestellt wurden. In Absprache mit unserer Tierärztin haben wir eine Sammelkotprobe untersuchen lassen, die leider einen massiven Spulwurmbefall zum Vorschein brachte (mehr zum Thema Spulwürmer findet ihr hier). Dieser massive Spulwurmbefall hat uns sehr erschrocken, denn wir haben nicht gemerkt, dass unsere Wellis sich anders verhalten haben. Sie haben auch keinen kranken Eindruck gemacht. Aber fast noch schlimmer war für uns die Aussage der Ärztin, dass eine Behandlung über das Trinkwasser nicht möglich sei, sondern alle Wellis das Medikament oral erhalten müssen. Da wir derzeit 27 Wellis haben, stand uns die nackte Panik ins Gesicht ... Neben den Spulwürmern wurden noch wenige Kokzidien gefunden, die ebenfalls (allerdings über das Trinkwasser) behandelt werden müssen. Der Behandlungsplan sieht wie folgt aus: 22.08.06 - 24.08.06: Wurmkur (Teil 1) Behandlungstagebuch An dieser Stelle möchte ich über die Behandlung und die Behandlungserfolge berichten. 22.08.06 Tag 1 der Behandlung: Damit niemand vergessen wird bei der Behandlung, habe ich eine Liste mit den Wellinamen angefertigt. Auf dieser Liste haben wir dann auch das Gewicht und die Medikamentenmenge notiert. "Bewaffnet" mit zwei Transportkäfigen zum Wiegen, einer Küchenwaage und dem Kescher sowie der Liste ging es dann los. Während ich die Wellis mit dem Kescher aus der Voliere gefangen und anschließend gewogen habe, hatte mein Partner die ehrenvolle Aufgabe, den Wellis das Medikament in den Schnabel zu geben. Dies erwies sich teilweise als sehr schwierig, denn wir haben eine große Anzahl an "Beißern" unter unseren Wellis. Sobald ein Vogel das Medikament erhalten und auch runtergeschluckt hatte, wurde er zum Freiflug ins Wohnzimmer entlassen. Der vorwitzige Strolch nutzte einen Moment meiner Unaufmerksamkeit und flüchtet bereits beim Wiegen ... Ihn später nochmals einzufangen, war alles andere als einfach, aber es musste sein ... :-( Da bei einem Spulwurmbefall unbedingt auf Hygiene geachtet werden muss, haben wir nach der Behandlung erstmal die komplette Voliere abgewaschen sowie die Sitzstangen und das Spielzeug gereinigt. Zum Glück sind - trotz des Einfangens mit dem Kescher - alle Wellis wieder freiwillig in die Voliere gegangen. Damit hätte ich nicht gerechnet ... 23.08.06 Tag 2 der Behandlung: Nachdem sich am Morgen bereits die ersten Erfolge in Form von ausgeschiedenen Würmern zeigten, machten wir uns abends wieder an die Arbeit. Das Wiegen konnten wir uns diesmal ersparen, denn wir hatten die Gewichte und die Medikamentenmenge ja notiert. Innerhalb einer Stunde waren alle Wellis versorgt, wobei ich wieder die Aufgabe des Einfangens übernommen habe. Diesmal gelang keinem Welli die Flucht aus dem Kescher ... Wieder stand die Reinigung der Voliere an und auch diesmal sind alle Wellis wieder freiwillig in die Voliere gegangen *freu* 24.08.06 Tag 3 der Behandlung: Sowohl morgens als auch abends fanden wir wieder einige Würmer auf dem Volierenboden. Die Behandlung verlief ähnlich wie am 2. Tag und wir waren sehr froh, als es vorüber war. Erneut haben wir die Voliere abgewaschen und die Stangen etc. gereinigt. 27.08.06: Sowohl gestern als auch vorgestern fanden wir noch vereinzelte Würmer auf dem Boden (insgesamt fanden wir etwa 10 - 12 größere Würmer). Heute haben wir dann keine mehr gefunden ... Sicherheitshalber haben wir gestern auch den Kot unserer Meerschweinchen Max und Moritz untersuchen lassen, die ja ebenfalls im Wohnzimmer ihr Zuhause haben. Zum Glück wurde bei ihnen im Kot weder Spulwürmer noch Kokzidien gefunden. 07.09.06: Planmäßig haben wir die weitere Behandlung unserer Wellis vorgenommen. Vorgestern (zu Beginn der Wiederholungsbehandlung) wurden wieder alle Wellensittiche gewogen zwecks Ermittlung der Medikamentenmenge. Es gab allerdings nur wenige Gewichtsveränderungen innerhalb der zwei Wochen. Das Fangen der Wellis habe ich wieder übernommen, während mein Partner das Medikament gegeben hat. Heute gab es zum letzten Mal das Wurmmittel und wir sind froh, dass die Strapazen vorbei sind. Würmer haben wir während der drei Behandlungstage nicht gefunden, was hoffentlich ein gutes Zeichen ist. Alle Wellensittiche haben die Behandlung gut überstanden. Nächste Woche werden wir erneut eine Sammelkotprobe untersuchen lassen und wir hoffen natürlich, dass keine Wurmeier mehr gefunden werden. 17.09.06: Inzwischen liegt das Untersuchungsergebnis der Sammelkotprobe vor: Es wurden zum Glück keine Spulwurmeier gefunden. Kokzidien wurden ebenfalls nicht gefunden. Wir sind sehr froh, dass eine dritte Behandlungsrunde nicht erfolgen muss. Um ganz sicher zu gehen, werden wir in etwa einem viertel Jahr erneut eine Kotprobe untersuchen lassen. |