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© Sabine Schäfer |
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Vogelgesundheit: Krankheiten:
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Gehirnerschütterung Allgemeines: Schnell kann es passieren ... die Wellis toben rum und fliegen versehntlich gegen eine Wand, eine Fensterscheibe oder landen unsanft auf dem Boden. Schlimmstensfalls bleibt der Vogel bewußtlos auf dem Boden liegen. Aber auch einer leichten Gehirnerschütterung, die man eventuell gar nicht sofort bemerkt, muss man Beachtung schenken. Sobald man auch nur den geringsten Verdacht hat, der Welli könnte eine Gehirnerschütterung haben, sollte man sofort den Tierarzt kontaktieren. Da ein Transport des Vogels nicht unbedenklich ist, sollte man vorher telefonisch mit dem Tierarzt abklären, was genau zu tun ist. Sollte ein Transport nicht vermeidbar sein, muss der Transportkäfig unbedingt ausgepolstert werden, damit keine weiteren Schädigungen auftreten. Der Vogel sollte sofort von den anderen getrennt werden, er muss dunkel gehalten werden und man darf ihn auf gar keinen Fall mit Rotlicht bestrahlen! Diagnose: Sitzt der Vogel nach einem Aufprall schwankend auf der Stange, handelt es sich vermutlich mindestens um eine leichte Gehirnerschütterung. Der Vogel ist schläfrig, fliegt nicht und man merkt deutlich, dass etwas nicht in Ordnung ist. Bei mittelschweren und schweren Gehirnerschütterungen wird der Vogel zeitweise nicht bei Bewußtsein sein. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Eine medizinische Betreuung ist unbedingt erforderlich! Behandlung: Der Tierarzt wird dem Wellensittich ein kortisonhaltiges Präperat spritzen, um eine weitere Anschwellung des Gehirns zu vermeiden. Die nächsten Tage bis Wochen muss der Vogel separiert werden. Der Käfig sollte an einer Seite etwas abgedunkelt werden, da der Welli vermutlich sehr lichtempfindlich ist. Ein gutes Vitaminpräperat mit hohem Vitamin B-Anteil und ein kreislaufanregendes Medikament sollte über das Trinkwasser verabreicht werden. Meine persönlichen Erfahrungen: Am Abend des 12.03.05 hörten wir plötzlich einen Aufprall in der Voliere und sahen Daisy, die verstört auf dem Volierenboden saß. Sie war bei Bewußtsein, machte aber den Eindruck, als ob sie etwas "neben der Spur" sei. Nachdem sie dann aber am Volierengitter hochgeklettert ist und sich auf eine Schlafschaukel setzte, dachten wir, es sei alles in Ordnung ... Am nächsten Morgen saß Daisy aber schwankend auf der Stange. Da sie nicht mehr fliegen konnte, lies sie sich ganz schnell einfangen und wir fuhren mit ihr in die Tierklinik (nachdem wir dort angerufen hatten). Natürlich passiert so etwas immer am Wochenende, so dass wir nicht zu unserem Stammtierarzt fahren konnten, aber wir merkten schnell, dass Daisy bei der jungen Ärztin in guten Händen ist. Daisy wurde eingehend untersucht. Die Ärztin bestätigte anschließend unseren Verdacht und spritzte ihr ein Mittel zur Abschwellung des Gehirns. Wir bekamen noch ein gutes Vitaminpräperat mit einem hohen Vitamin B-Anteil mit und die Ärztin empfahl uns, unseren Tierarzt aufzusuchen, wenn Daisys Zustand nicht innerhalb der nächsten 48 Stunden besser werde. Zuhause angekommen, setzten wir Daisy in den Krankenkäfig und gönnten ihr viel Ruhe. In den nächsten Tagen wurde ihr Zustand kaum besser, im Gegenteil, ihr Kot veränderte sich stark und der Harnanteil war völlig flüssig. Also sind wir mit ihr zu unserem Tierarzt gefahren, der die Gehirnerschütterung bestätigt hat und uns darüber informierte, dass der flüssige Harnanteil von der kortisonhaltigen Spritze komme. Er hat uns noch ein nierenstärkendes Mittel und ein kreislaufanregendes Medikament mitgegeben, welche wir im Wechsel über das Trinkwasser verabreichen sollten. Langsam verbesserte sich Daisys Zustand und sie konnte dann auch wieder kürzere Strecken fliegen, was vorher unmöglich war. Nach zwei Wochen konnten wir sie wieder zu den anderen lassen. Laut unserem Tierarzt hätte sich das ganze aber auch 3 bis 4 Wochen hinziehen können, so dass wir bzw. Daisy noch ziemliches Glück hatten. |