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© Sabine Schäfer |
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Vogelgesundheit: Krankheiten:
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Grabmilben / Schnabelräude
Allgemeines: Sehr oft sieht man in Zoohandlungen Wellensittiche mit einem Grabmilbenbefall. Die Krankheit tritt meist bei Jungtieren auf. Die Übertragung der Milben erfolgt in der Regel von den Eltern auf die Jungtiere. Eine Übertragung zwischen zwei erwachsenen Vögeln kann jedoch nicht 100%-ig ausgeschlossen werden. Die Milben können sehr lange am Vogel leben, ohne dass sie zu sehen sind. Krankheiten, Streß etc. können eine starke Vermehrung der Milben auslösen. Bezeichnungen für die Erkrankung sind: Grabmilben, Schnabelräude, Schnabelmilben, Räudemilben ... Meist fangen die Milben am Schnabel an, ihr Unwesen zu treiben. Wird nichts getan, können sich die Milben auch auf Beine und Füße ausbreiten. Ein unbehandelter Befall kann den Schnabel so weit schädigen, dass dieser abbricht. Diagnose: Bereits im Anfangsstadium kann man den Befall - auch als Laie - sehr gut erkennen an den hellen Belägen auf dem Schnabel. An den Rändern des Schnabels sieht man oft eine leichte Verkrustung. Kratz der Wellensittich sich öfter im Gesicht oder reibt er sein Gesicht oft an Sitzstangen o. ä., sollte man sich den Schnabel mal genauer anschauen. Behandlung: Bei einem leichten Befall reicht es unter Umständen aus, den Schnabel zweimal täglich 10 bis 14 Tage lang vorsichtig mit Paraffinöl einzureiben. Bevor man eine derartige Behandlung beginnt, sollte man allerdings unbedingt vorher einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen und mit ihm die Therapie durchsprechen. Reicht eine Behandlung mit Paraffinöl nicht aus, kann der Tierarzt das Medikament "Ivomec" verabreichen. Dies ist ein Mittel, welches dem Wellensittich in den Nacken getropft wird und sich von dort über die Haut verbreitet. Meist sind zwei bis drei Behandlungen mit dem nicht ganz ungefährlichen Mittel erforderlich. Vorteil von Ivomec ist, dass der Vogel nicht täglich eingefangen werden muss. Meine persönlichen Erfahrungen: Im März 2006 entdeckte ich bei unserer Quicky leichte Wucherungen an der Wachshaut (siehe Foto unten). Die TÄ hat meinen Verdacht bestätigt und es waren tatsächlich Grabmilben, die ihr Unwesen hier trieben. Quicky hat dann im Abstand von jeweils einer Woche dreimal Ivomec von der TÄ in den Nacken getropft bekommen und die Grabmilben waren verschwunden. Im September 2006 bemerkte ich bei unserem Pünktchen, der an einem Tumor erkrankt war, ebenfalls Grabmilben. Bei ihm waren beide Füße befallen (siehe Foto unten). Zunächst war es verwunderlich, warum bei ihm zu diesem späten Zeitpunkt (er war schließlich schon über 2 Jahre alt), der Grabmilbenbefall auftrat. Es war kein gutes Zeichen und deutete darauf hin, dass seine Abwehrkräfte nicht mehr richtig funktionieren. Auch bei ihm sollte eine dreimalige Behandlung mit Ivomec erfolgen. Allerdings verschlechterte sich sein Gesundheitszustand aufgrund des Tumors so stark, dass wir ihn vor Beendigung der Behandlung einschläfern lassen mussten :( Ergänzung vom 30.12.06: Am 17.12.06 zog Sunny bei uns ein. Er hat einen recht starken Grabmilbenbefall, der derzeit behandelt wird. Zweimal hat er bereits Ivomec bekommen, nächste Woche Samstag steht die dritte Behandlung an. Ich werde weiter berichten ... Ergänzung vom 07.02.07: Bei Sunny waren insgesamt 4 Behandlungen mit Ivomec erforderlich. Inzwischen ist sein Schnabel und die Wachshaut milbenfrei und wunderschön :) Einige Fotos von Wellensittichen mit einem Grabmilbenbefall:
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