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Tumore

Wellensittiche leiden sehr oft unter Tumore. Meist treten diese schon in einem sehr jungen Alter auf und die Chancen auf Heilung stehen oftmals sehr schlecht. Nur wenige Tumore können operiert werden.

Wir selbst haben die Erfahrung gemacht, dass viele Wellensittiche im Alter von 2 - 3 Jahre erkranken und dann auch relativ schnell sterben :( Sehr oft erkrankten unsere Wellis an Lebertumore. Sehr wahrscheinlich sind Überzüchtungen Grund für die vermehrten Tumorerkrankungen.

Kommt eine Operation nicht in Frage (wie es leider bei vielen Tumorarten der Fall ist), hat man nicht viele Möglichkeiten. Man kann nur versuchen, die Vögel mit Medikameten zu unterstützen. So ist es z. B. ratsam, bei einem Lebertumor leberstärkende Medikamente zu geben. Quält sich das Tier und zeigt keinen Lebenswillen mehr, sollte man ihn - auch wenn es schwerfällt - erlösen lassen.

In letzter Zeit liest man sehr oft von Behandlungen mit "Tarantula". Hierbei handelt um das Gift der Tarantel, welches medizinisch aufbereitet wurde. Mir bekannte Medikamente sind "Theranekron" und "Tarantula logoplex". Beide Medikamente sollen bewirken, dass der Tumor abstirbt oder zumindest der Wachstum stark verlangsamt wird.

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Lebertumore

Tumorerkrankungen der Leber kommen bei Wellensittichen sehr häufig vor und eine Operation ist leider nicht möglich. Ist ein Vogel an einem Lebertumor erkrankt, sollte man versuchen, die Leber mit Medikamenten zu unterstützen. Mögliche Medikamente sind Hepar Comp, Volamin und Phytorenal-F.

Erkrankte Vögel können unter Gefiederstörungen leiden. Oftmals wachsen Schnabel und Krallen abnormal schnell und verfärben sich dunkel aufgrund von Bluteinlagerungen.

typisch für einen Lebertumor: Der übermäßige Schnabelwuchs
und die dunklen Flecken auf dem Schnabel

Unser Pünktchen, der auf den beiden Fotos zu sehen ist, lebte recht lange mit seinem Tumor und zeigte neben seinem "dicken Bauch" einen sehr starken Schnabel- und Krallenwachstum. Schnabel und auch Krallen hatten dunkle Flecken aufgrund von Bluteinlagerungen, was auch typisch bei Lebertumoren ist. Beim Kürzen von Schnabel und Krallen ist hier besondere Vorsicht geboten, damit es nicht zu Blutungen kommt.

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Hodentumore

Auch Hodentumore kommen recht häufig bei den Wellensittichen vor und sie sind ebenfalls nicht operabel. Hoden- und Nierentumore können auf dem Röntgenbild oftmals sehr schwer unterschieden werden, so dass eine genau Diagnose häufig nicht möglich ist. Hat sich bei einem Hahn die Wachshaut jedoch bräunlich verfärbt, kann man allerdings von einem Hodentumor ausgehen. Eine mögliche medikamentöse Unterstützung ist mir nicht bekannt.

typisch für einen Hodentumor: Die bräunliche Wachshaut
sie deutet auf einen Hodentumor hin

Bei unserem Benny besteht der Verdacht, dass er einen Hodentumor haben könnte, da seine Wachshaut sich - wie auf den Fotos zu sehen ist - bräunlich verfärbt hat. Ihm geht es sonst aber sehr gut. Wir behandeln ihn derzeit mit "Tarantula logoplex" und seit wir ihm das Mittel geben, ist die bräunliche Verfärbung zurückgegangen. Er bekommt das Medikament 1 bis 2 Mal täglich direkt in den Schnabel.

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Nierentumore

Nierentumore treten ebenfalls sehr oft bei Wellensittichen auf. Eine Operation und Heilung ist auch hier leider nicht möglich. Unterstützend kann man Thyrode-Lösung oder Phytorenal-F geben. Anfänglich wird man nur eine Veränderung im Trinkverhalten des Vogels und beim Harnanteils des Kots feststellen. Später sind Lähmungserscheinungen eines Beines typische Anzeichen für einen Nierentumor.

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Schnabeltumor

Schnabeltumore treten hin und wieder auf und können oftmals operativ entfernt werden.

Fluses Schnabeltumor

Mehr Infos findet Ihr unter "Schnabeltumore"

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Sonstige Tumore

Neben den oben näher beschriebenen Tumorarten können noch eine Reihe von weiteren Tumoren auftreten.

Kürzlich entdeckten wir bei unserer Hanni eine Wuchung neben der Kloake und einige Tage später eine weitere Wucherung neben der Bürzeldürse. Beide Tumore konnten operativ entfernt werden und bereits 20 Minunten nach der OP war Hanni wieder fit. Eine Nachbehandlung wäre normalerweise nicht erforderlich. Allerdings hat Hanni sich einen der Fäden selbst gezogen und weiter an der Operationswunde rumgeknabbert. Eine Woche nach der OP entdeckten wir einen riesen Blutfleck morgens in der Voliere. Die Tierärztin hat die Stelle dann verödet und wegen des starken Blutverlustes bekommt Hanni derzeit ein Medikament gegen Eisenmangel. Auch diesen hohen Blutverlust hat Hanni überraschend gut verkraft. Hoffen wir, dass sie von weiteren Katastrophen verschont bleibt ...

Hannis Tumor neben der Bürzeldrüse
und der Tumor neben der Kloake