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© Sabine Schäfer
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PBFD |
PBFD (Psittacine Beak and Feather Disease) / Keratodystrophie
/ Schnabel- und Federkrankheit der Papageien
Allgemeines: Die vier Buchstaben "PBFD" stehen für Psittacine Beak and Feather Disease, eine Erkrankung, die erstmals 1984 in Australien bei einem Gelbhaubenkakadu festgestellt wurde. Inzwischen sind sehr viele verschiedene Papageienarten von dieser Erkrankung betroffen. Gerade in letzter Zeit treten immer wieder neue Fälle von PBFD bei Wellensittichen auf. Bei den Agaponiden geht man davon aus, dass bereits 90 % der Tiere betroffen sind. Möglicherweise sind auch weit mehr Wellensittiche betroffen, als man vermutet, da die Krankheit nicht immer ausbricht und viele Wellis die Viren latent in sich tragen. Auslöser dieser Krankheit sind Circoviren. Dies sind sehr kleine Viren, die über langere Zeit außerhalb des Vogels überleben können. Der Virus wird über Kot, Federstaub und Kropfsekret übertragen. Bei Neugeborenen und Jungtieren führt die Krankheit oft schnell zum Tode. Durchfall, Abmagerung sowie Veränderungen des Befiederung treten auf. Die erwachsenen Vögel zeigen Federveränderungen, die nach jeder Mauser stärker werden und bis zum kompletten Federverlust führen können. Der Schnabel und auch die Krallen können übermäßig wachsen. Neben den äußerlich sichtbaren Veränderungen sind die erkrankten Vögel anfällig für andere Erkrankungen, da das Immunsystem stark geschwächt wird. Todesursache sind in der Regel Sekundärinfektionen aufgrund des geschwächten Immunsystemes. Diagnose: Für die Laboruntersuchung wird eine frische Feder gezogen, die anschließend untersucht wird. Die Erkrankung ist jedoch nicht immer nachweisbar, so dass es falsche negative Tests geben kann. Man sollte auf jeden Fall einen Vogel, der typische Symptome zeigt und negativ getestet wurde, nach drei Monaten nochmals untersuchen lassen. Aber auch hier kann es dann wieder zu falschen Ergebnissen kommen, so dass eine 100%-ige Sicherheit nicht gegeben ist. Behandlung: Eine Behandlungsmöglichkeit gibt es nicht. Zur Vorbeugung von Sekundärinfektionen muss das Immunsystem gestärkt werden. Eventuelle Sekundärinfektionen müssen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Sollten Schnabel- und/oder Krallenprobleme auftreten, muss auch hier eingegriffen werden.
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